2013

Samstag, 13. April 2013: Eröffnungskonzert mit Brahms: Die schöne Magelone

EnsembleAus Ludwig Tiecks 1797 entstandener bedeutendsten literarischen Bearbeitung der " Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence" vertonte Brahms 15 Romanzen (op. 33). Es handelt sich um einen Erzählstoff, der im Frankreich des 15. Jahrhunderts, basierend auf dem Umfeld von "Tausendundeine Nacht", als Prosaroman entstand und ab 1535 ungemein populär wurde.

Ausführende:
Andreas Lebeda, Bariton
Fenja Lukas, Sopran
Verena Schmid, Sopran
Hermann Gottfried, Rezitation
Walter Riemer, Klavier


1. Keinen hat es noch gereut
2. Traun! Bogen und Pfeil
3. Sind es Schmerzen, sind es Freuden
4. Liebe kam aus fernen Landen
5. So willst du des Armen
6. Wie soll ich die Freude
7. War es dir, dem diese Lippen bebten
8. Wir müssen uns trennen
9. Ruhe, Süßliebchen, im Schatten
10. Verzweiflung
11. Wie schnell verschwindet
12. Muss es eine Trennung geben
13. Geliebter, wo zaudert
14. Wie froh und frisch mein Sinn sich hebt
15. Treue Liebe dauert lange


Geschenke
Als kaum gebräuchliche Besonderheit wurden die beiden Frauen-Lieder (Nr. 11 und Nr. 13) bei uns tatsächlich von Sopranen gesungen.

Es gab nicht nur ein beglücktes Publikum, sondern auch, wie das Bild zeigt, ein glückliches Ensemble mit wohlverdienten Geschenken.

Sonntag, 5. Mai 2013: Eggner Trio

Eggner Trio

Um auf dem Foto sichtbar zu werden, musste sich Florian hinter der Stehleuchte viel kleiner machen, als es diesem hervorragenden Cellisten zustünde.

Georg (Violine), Florian (Violoncello)
und Christoph Eggner (Klavier) spielten, vom Publikum umjubelt:

Ludwig van Beethoven

Trio in Es-Dur, op. 70/2

Antonin Dvorak

Trio e-moll, op. 90 (Dumky-Trio)

Als Zugaben gab es noch:

Johannes Brahms

Scherzo aus dem Klaviertrio Nr. 2, C-Dur, op. 87

Clara Schumann

Andante aus dem Trio in g-moll, op. 17

Publikum

Das begeisterte Publikum.

Samstag, 25. Mai: Drei Gitarren

Die drei besten österreichischen Schüler des international bedeutenden Gitarre-Lehrers ALVARO PIERRI an der Wiener Musikuniversität stellten ihren Gitarre-Abend unter das Motto "Retratos - Drei junge österreichische Gitarristen im Portrait". Es spielten einzeln, zu zweit und zu dritt Georg Stettinger, Melanie Hosp und Florian Palier (dessen Vater 2011 bei uns tätig war). Das zahlreiche und überaus interessierte Publikum war begeistert, und nicht unerwartet schoss Georg Stettinger mit Piazzolla den Vogel ab.

Georges Bizet (1838-1875):

aus „Carmen – Suite“: Prelude, Habanera, Chanson Boheme

Melanie Hosp, Florian Palier, Georg Stettinger

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750):

aus Suite BWV 997: Prelude, Sarabande, Gigue – Double

Giulio Regondi (1823 - 1872):

Introduction et Caprice

Melanie Hosp

Caspar Joseph Mertz (1806 - 1856):

Ungarische Fantasie

Agustín Pío Barrios Mangoré (1885 - 1944):

Vals Nr. 3

Astor Piazzolla (1921 - 1992):

La Muerte del Angel (arr. Leo Brouwer)

Georg Stettinger

Federico Moreno–Torroba (1891 - 1982):

aus Castillos de España: Turegano, Torija, Alcaniz, Manzanares el Real, Alcazar de Segovia

Ronaldo Miranda (*1948):

Appassionata

Florian Palier


Drei Gitarren

Radamés Gnattali (1906 - 1988):

Suite Retratos: Pixinguinha, Ernesto Nazareth, Anacleto de Medeiros, Chiquinha Gonzaga

Melanie Hosp, Florian Palier, Georg Stettinger

Zugabe:

Bizet, Carmen-Suite: Entr'acte

 

 

Sonntag, 16. Juni 2013: Trio Frizzante mit Schlagwerk

Frizzante
Auf die für Niederfellabrunn neue Besetzung mit Trommel-Set und Cajón, hervorragend und swingend gespielt, reagierte das Publikum mit Begeisterung.

Junge Mitglieder des Radio-Symphonieorchesters Wien und des Grazer Philharmonischen Orchesters widmeten sich jazz-nahen Kompositionen. Gespielt wurden mitreißende Werke von

Reinhard Summerer

Blue Concepts

Astor Piazzolla

Cuatro estaciones porteñas (Vier Jahreszeiten)

Claude Bolling

Suite for flute and jazz piano trio

 

Frizzante
Doris Lindner, Patrick Prammer, Johannes Kubitschek und Marlies Gaugl

Zugaben:

Gershwin: I got Rhythm

Piazzolla: Oblivion

Mittwoch, 19. Juni 2013, Salvator-Saal: Gamben-Abend
Maddalena Del Gobbo, Walter Riemer (Fortepiano)


Gamben-Abend

Maddalena Del Gobbo (Viola da Gamba) war solo wie auch mit Walter Riemer am Hammerflügel zu hören. Selbst einige Stammgäste, die ja besonders eindrucksvolle Konzerte bei uns durchaus gewohnt sind, stuften diese Kombination als "besonders erfüllend" oder "unter den Konzerten dieses Jahrs jenes, das den größten Eindruck gemacht hat" ein. Die Bachschen Gambensonaten erhielten durch die Klangschönheit und die Ausdrucksskala unseres Hammerflügels, noch dazu in der Akustik des wunderbaren barocken Salvator-Saals, nie zuvor gehörte Wirkung.

Carl Friedrich Abel (1723 - 1787)

Aus dem Drexel Manuscript:

Arpeggiata WK 205

Aus der Sonate für Viola da gamba solo Nr. 1, D-Dur

Adagio

Allegro

Aus dem Drexel Manuscript:

Tempo di Minuet WK 188

Adagio WK 189

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

Sonate G-Dur BWV 1027

Präludium und Fuge As-Dur, BWV 886 aus dem WTC II

Präludium und Fuge fis-moll, BWV 883 aus dem WTC II

Sonate D-Dur BWV 1028

Mittwoch, 26. Juni 2013, Salvator-Saal: Frauen komponieren:
Andrea Schwab (Mezzosopran und Moderation), Asako Hosoki (Hammerflügel)

Seit 2005 ist das Projekt „Frauen komponieren“ der künstlerische Schwerpunkt der
Mezzosopranistin Andrea Schwab (geboren in Wien) zusammen mit der Pianistin Asako Hosoki (geboren in Tokio). Durch zahlreiche Konzerte im In- und Ausland wurde die erfolgreiche Konzertreihe bekannt. Den Künstlerinnen ist es ein Anliegen, Werke von Komponistinnen aus verschiedenen Epochen vorzustellen. Und dies ist Ihnen vor überaus dankbarem Publikum auch hervorragend gelungen. Ausdrucksstarker Gesang und perfekt-musikalisches Klavierspiel zeichneten diesen Abend aus. Andrea Schwab forscht auch intensiv auf diesem Gebiet.

Marianna Martines (1744-1812)

Sonate in E-Dur (Klavier solo)

Maria Theresia Paradis (1759-1838)

An das Klavier (Johann Timotheus Hermes)

Wohl und immer wohl dem Mann (Johann Martin Miller)

Die Tanne (Konrad Pfeffel)

Josepha Barbara Auernhammer (1758-1820)

Variazioni per il clavicembalo della Opera „La Molinara“ di G. Paisiello:
Nel cor piu non mi sento

Marianna Czegka, geb. Auernhammer (1786-1849)

(Nachruf)

Julie von Baroni-Cavalcabò (1813-1887)

Warum? (Ludwig Bechstein)

Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach (1739-1807)

aus dem Singspiel “Erwin und Elmire” (J. W. v. Goethe)

Ein Veilchen auf der Wiese stand

Sieh’ mich Heil’ger wie ich bin

Sophia Maria Westenholtz (1759-1838)

Rondo op.1 für Klavier solo

Lied aus der Ferne (Friedrich Matthisson)

Lied der Liebe (Gotthard Ludwig Kosegarten)

Frühlingsreigen (Friedrich Matthisson)


Hosoki / Schwab

Louise Reichardt (1779-1826)

Schäfers Klagelied (Johann Wolfgang v. Goethe) (1803)

Elise Müller (1782-1849)

Nachgefühl (J. W. v. Goethe) (ca. 1820)

Jeannette Bürde (1799-?)

Heidenröslein (J. W. v. Goethe) (1825)

Fanny Hensel (1805-1847)

(Die drei letzten Lieder sind Erstveröffentlichungen)

Dämm’rung senkte sich von oben (J. W. v. Goethe) (1843)

Harfner’s Lied (J. W. v. Goethe)

Wenn ich mir in stiller Seele (1828)

Hausgarten (1840)

Sehnsucht (1839) (J. W. v. Goethe)


Samstag, 7. September 2013: Silke Aichhorn, Harfenzauber

Silke Applaus

Zum Kopf der Seite

Dieses Konzert macht eine Fülle von Fotos nötig! Silke Aichhorn weckte in einem guten Drittel des begeisterten Publikums so großes Interesse an der Harfe , dass es sogar auf das Pausenbuffet verzichtete, um sich das Instrument genau erklären zu lassen. Kein Wunder, nach diesem besonderen musikalischen Klangerlebnis! Selbst wenn man noch so schön singt oder sein (anderes) Instrument spielt - solche Faszination scheint tatsächlich nur eine Harfe mit einer noch dazu so überzeugend charmanten Harfenistin zu bieten.

Franz Schubert (1797-1828)

Die Forelle

Jakob Blumenthal (1829-1908)

Source (Caprice)

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Peter I. Tschaikowsky (1840-1893)

„Blumenwalzer“ aus der Nussknackersuite

Gruß aus der Ferne

Bedrich Smetana / Hanus Trnecek (1824-1884 / 1858-1914)

"Die Moldau"

John Cheshire (1839-1910)

Last rose of summer

Claude Debussy (1862-1918)

En bateau (aus der „Petite Suite“)

Susann McDonald (*1935) / Linda Wood

Haikus for the harp

A stray cat…

Sweeping the garden

Even among insects in this world…

Bernard Andrès (*1941)

Sweet blues

Deborah Henson-Conant (*1953)

New Blues

Sonny Rollins (*1930)

St. Thomas (Arr. Monika Stadler)

Zugaben:

Johann Sebastian Bach

Air aus der Suite D-Dur BWV 1068

Bernard Andrès

Country Dance

Applaus Publikum

Publikum und Harfe

Harfe sehr interessant

 

Sonntag, 22. September 2013: Agnes Palmisano (Mezzosopran), Helmut Thomas Stippich (Klavier)

Ein Programm, in dem die Hälfte der dargebotenen Lieder zum ersten Mal von den beiden öffentlich zu hören war - darunter einige Uraufführungen (wohl von Helmut Stippich, der sich auch als begnadeter Klavierspieler erwies). Auf Wunsch der Sängerin, und der Dramaturgie wegen, wurde diesmal das gedruckte Programm erst nach dem Konzert zum Mitnehmen zur Verfügung gestellt. Trotzdem hatte das begeisterte Publikum im vollen Saal dank der launigen Moderation durch Agnes keine Mühe. Bei etlichen Liedern war auch Helmuts Stimme gekonnt im Einsatz, bei einigen sogar solo.

1. Im Ernst? Stippich/Palmisano
2. Es war einmal ein Konig Waalkes
3. Einfaltiges Lied Schönberg/Salus
4. Mahnung Schönberg/Hochstetter
5. Lied aus dem Spiegel von Arkadien Schönberg/Schikaneder
6. Bei Männern welche Liebe fühlen Mozart/Schikaneder
7. Tierisches Stippich/Slupetzky
8. Erklärung der Welt in gleichbedeutenden Synonymen Kuchinka
9. Der Ticker Kreisler
10. Der Musikkritiker Kreisler
11. Abschied Wolf/Heyse
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1. Ausgesprochen schöner Heinrich Kreisler
2. Schweig einmal still Wolf/Heyse
3. Standchen Schubert/Rellstab
4. Alpendramen Fuchsberger/Palmisano
5. Kurzparkzone Kuchinka
6. Resumee Stippich/Slupetzky
7. Violine Wolf/Heyse
8. Zur Warnung Wolf/Heyse
9. A guter Tropfen Leopoldi/Salpeter
10. Uhudler Dudler Neuwirth


Palmisano / Stippich

Der Noten bedurfte Helmut (geschätzt) bei der Hälfte der Nummern nicht einmal.

Gemeinsame Veranstaltung mit Musik Aktuell MusikAktuell

Samstag, 5. Oktober 2013: Lucie Mlynárová, Sopran; Joëlle Bouffa, Klavier

Eine begnadete Liedsängerin. nach vier Jahren Pause endlich wieder zu Gast, brachte ein überaus interessantes und durchdachtes Programm, leider vor sehr spärlichem Publikum. Von Joëlle Bouffa wurde sie auf Händen getragen, und es kam am Schluss mit einigen besonderen Leckerbissen von Strauss zu Ovationen.
Joelle / Lucie

Joelle / Lucie

Vogelgezwitscher

Johannes Brahms

Nachtigallen schwingen, op. 6/6

Claude Debussy

Romance, L. 43

Richard Strauss

Die Drossel, WoO. 34

Johannes Brahms

Lerchengesang, op. 70 / 2

Ernest Amédée Chausson

Le colibri, op. 2 / 7

Bohuslav Martinu

Devce z Moravy (The moravian girl)

Gabriel Pierné

Une flûte invisible

Johannes Brahms

Meine Liebe ist grün op. 63 / 5

Wiegenlieder aus Lucies Heimatland

Luboš Sluka (*1928)

Ukolébavka – 8 Wiegenlieder

Wiegenlieder aus vielen Ländern

Johannes Brahms

Wiegenlied op. 49 / 4

Antonín Dvorák

Ukolébavka

Charles Edward Ives

Berceuse

Geni Sadero

Fa la nana bambin

War es ein Traum?

Richard Strauss

Ständchen, op. 17/2

Freundliche Vision, op. 48/1

Johannes Brahms

Es träumte mir, op. 57 /3

Richard Strauss

Einerlei, op. 69 /3

Ich schwebe, op. 48 / 2

Sonntag, 20. Oktober 2013: Klavier-Recital Anna Magdalena Kokits

Ovationen und Bravo-Rufe waren ja bei Anna Magdalenas Spiel zu erwarten gewesen: Einige Monate nach dem Abschluss ihres Studiums an der Konservatorium Privatuniversität mit Auszeichnung legte die junge Pianistin eine "Performance" hin, wie sie auch von (noch) bekannteren, großen Namen höchst selten zu hören ist.

Mendelssohn:

Variations sérieuses op. 54

Schubert:

Sonate in c-Moll D 985

Brahms:

Sonate in C-Dur op. 1

Zugabe:

Brahms:

Intermezzo a-moll, op. 76/7

 


Anna Magdalena

Wir freuen uns sehr, dass uns diese Ausnahme-Pianistin immer wieder mit solchen Ausnahme-Leistungen verwöhnt.

Die folgenden Konzerte fanden im Rahmen unseres Mahagoni-Zyklus im Salvator-Saal statt:

Donnerstag, 14.11.2013: Duo-Abend Benjamin Marquise Gilmore / Anna Magdalena Kokits

Gilmore / Kokits

 

Anna Magdalena, schon seit Jahren ein Liebling unseres Publikums, brachte einen schon international erfolgreichen Geiger mit, der bei Pavel Vernikov an der Konservatorium Privatuniversität Wien studiert hat.

Ein Traumpaar der Kammermusik war zu erleben!

W. A. Mozart:

Sonate in e-moll KV 304

Franz Schubert:

Sonate in A-Dur, D 574

Antonin Dvorak:

Vier Romantische Stücke op. 75

Edvard Grieg:

Sonate Nr. 1 in F-Dur, op. 8

Zugaben:

Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 2 d-moll, WoO 1/2

Schubert: 2. Satz Andante aus der Sonate D-Dur, D 384

Freitag, 15.11.2013: Klavierabend Christopher Devine

Mit sichtlichem Genuss präsentierte ein musikalischer Ausnahmepianist an unserem Ausnahme-Bösendorfer Auszüge aus seinem Projekt einer Gesamtaufnahme des Klavierwerks Debussys in beeindruckender und das leider nicht sehr zahlreiche Publikum tief berührender Weise (der Flügel stammt aus Debussys Zeit).

Claude Debussy (1862-1918):

Auswahl aus den Préludes:

Nr. 4, Livre I, Nr. 5, Livre I, Nr. 2, Livre II, Nr. 4, Livre II, Nr. 6, Livre I, Nr. 7, Livre I, Nr. 10, Livre I, Nr. 11, Livre I, Nr. 8, Livre II, Nr. 12, Livre II

L´Isle Joyeuse L 106

Frederic Chopin (1810-1849):

Ballade Nr. 3 op. 47 in As-Dur

Robert Schumann (1810-1856):

Davidsbündlertänze op. 6

Zugabe:

Debussy: Prélude Nr. 6, Livre II: "Cake Walk"

 


Devine

Samstag, 16. November: Balladenabend Horst Lamnek (Bass-Bariton), Elena Larina (Klavier).

Larina/Lamnek

Ein Abend, der in den vergangenen Jahren zweimal kurzfristig abgesagt werden musste, gelang diesmal endlich, und wie! Ein stimmlich wie darstellerisch idealer Interpret mit hinreissender Begleitung am Klavier - das zahlreiche Publikum dankte mit Ovationen, ganz besonders für die Hugo Wolf-Balladen.

Carl Loewe (1796 - 1869)

Herr Oluf
Odins Meeresritt
Archibald Douglas
Tom der Reimer
Der Nöck

Robert Schumann (1810 - 1856)

Die beiden Grenadiere
Der arme Peter
Belsazar

Hugo Wolf (1860 - 1903)

Der Sänger
Gutmann und Gutweib

Zugaben:

Schumann:

Du bist wie eine Blume op. 5/24

Hugo Wolf:

Der Rattenfänger (Goethelieder Nr. 11)

Sonntag, 17. November: Liederabend Nicola Proksch (Sopran), Alexandr Starý (Klavier)

Unter dem Motto "Ich wollt´ein Sträusslein binden" gab es einen Schwerpunkt mit Richard Strauss, den die seit einigen Jahren in Berlin wohnhafte, aber aus Wien stammende Sopranistin überzeugend hinlegte. Die normalerweise an vielen Opernhäusern in Hauptrollen tätige Sängerin nützte dankbar die Gelegenheite, sich endlich wieder einmal in Wien mit einem Liederabend vorzustellen.

Franz Schubert (1797 - 1828)

Ave Maria D 839 (Text: Sir Walter Scott, "Ellen's
Song", aus “The Lady of the Lake”)
Du bist die Ruh D 776 (Text: Friedrich Rückert)
Gretchen am Spinnrade D 118 (Text: Johann Wolfgang
von Goethe)

Antonin Dvorák (1841 - 1904)

V Národním Tonu (Vier Lieder im Volkston) op. 73
Dobrú nc
Zalo dievèa, Zalo trávu
Ach, není tu
Ej, mám já koòa faku

Richard Strauss (1864 - 1949)

Lieder op. 68 nach Gedichten von Clemens Maria Wenzeslaus von Brentano
An die Nacht
Ich wollt´ein Sträusslein binden
Säusle liebe Myrthe
Als mir dein Lied erklang
Amor
Lied der Frauen



Proksch

Dienstag, 19. November: Liederabend Daniel Johannsen (Tenor), Andrea Linsbauer (Klavier)

Zum hundersten Geburtstag des bedeutenden englischen Komponisten der Neuzeit widmete der weltbekannte Tenor den ganzen ersten Teil Benjamin Britten. Unglaublich farbige Lieder mit Jahrhunderte zurückliegenden Wurzeln waren in perfekter Interpretation zu hören, die das Publikum auch lebhaft akklamierte.

Benjamin Britten (1913 – 1976)

Winter Words, op. 52 (1953), Lyrics and Ballads of Thomas Hardy (1840–1928)
1. At Day-close in November
2. Midnight on the Great Western
3. Wagtail and Baby (A Satire)
4. The little old Table
5. The Choirmaster’s Burial
6. Proud Songsters
7. At the Railway Station, Upway
8. Before Life and after

Auswahl aus Moore’s Irish Melodies (1957/58), basierend auf der Liedersammlung des Thomas Moore (1779 – 1852)
Avenging and bright (Crooghan a venee)
How sweet the answer (The Wren)
Sail on, sail on (The Humming of the Ban)
The Minstrel Boy
Oft in the stilly night
The last rose of summer (Groves of Blarney)
O the sight entrancing (Planxty Sudley)

Robert Schumann (1810 – 1856)

Liederkreis, op. 39 (1840), Zyklus nach Gedichten von Joseph von Eichendorff
I. In der Fremde
II. Intermezzo
III. Waldesgespräch
IV. Die Stille
V. Mondnacht
VI. Schöne Fremde
VII. Auf einer Burg
VIII. In der Fremde
IX. Wehmut
X. Zwielicht
XI. Im Walde
XII. Frühlingsnacht


Linsbauer/Johannsen

Zugaben:

Schumann:

Ihre Stimme, op. 96/3 (Text: Platen)

Britten:

The Salley Gardens (Text: William B. Yeats)

Schumann:

Venetianisches Lied II, op. 25 no. 18 (in Myrten) (Text: Ferdinand Freiligrath nach Thomas Moore)

Mittwoch, 20. November: “Mixed”-Abend Veronika Trisko und Freunde
(Theresia Koncz, Sopran; Alex Ladstätter, Klarinette): "Music for a While"

Trsko/Koncz/Ladstätter

Zugabe:

Johannes Brahms:

Wiegenlied WoO 31/11 (aus “ Volks-Kinderlieder”) (mit Unterstützung der Klarinette!)

 


Ein durchwegs mit überaus charmanter Musik geladener Abend, in dem unserer schon seit Jahren bewährten Pianistin einige für uns neue, aber hervorragende Mitwirkende zur Seite standen. Das Publikum war mit Recht begeistert.

Henry Purcell (1659-1695)

"Music for a While" Z. 583/2, aus Orpheus Britannicus, Vol. II (1692?)
(Text: John Dryden)

Feruccio Busoni (1866-1924)

Elegie für Klarinette und Klavier

Felix Mendelssohn (1809-1847)

Suleika op. 34/4 ( (Text: Marianne von Willemer)
"Die Liebende schreibt" op.post. 86/3 (Text: Johann Wolfgang von Goethe)

Camille Saint-Saëns (1835-1921)

Sonate für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 167

Niels W. Gade (1813-1901)

Phantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 43

Fréderic Chopin (1810-1849)

Nocturne cis-moll op.post.

Louis Spohr (1784-1859)

Aus "Sechs deutsche Lieder" op. 103 für eine Singstimme, Klarinette und Klavier

Nr. 1, 2, 4 und 6

 

 

Donnerstag, 21. November: ENOCH ARDEN - Melodram von Richard Strauss op. 38

Ein wenig bekanntes Meisterwerk, original für Rezitation und Klavier, hatte in der Schauspielerin Elisabeth-Joe Harriet (Rezitation) und Robert Pobitschka (Klavier) kompetente Interpreten, die vom leider nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum auch entsprechend gewürdigt wuden.

Dem selten gespielten Melodram Enoch Arden op. 38 von Richard Strauss, liegt die gleichnamige, 1864 erschienene Verserzählung von Lord Alfred Tennyson zu Grunde. Diese verdankt ihre Entstehung einem Freund Tennysons, dem Übersetzer Edward Fitzgerald, der eine Fabel des persischen Dichters Omar Chayyam ins Englische übertragen hatte. Tennysons darauf fußende Erzählung begibt sich in ein kleines englisches
Seestädtchen, wo drei Kinder zu erst einmal eine sorglose Jugend verleben: Enoch Arden, Philipp Ray und Annie Lee.

Daraus entwickelt sich dann die Geschichte eines verschollenen Seefahrer, der nach langen Jahren zurückkehrt und mit unerwarteten Veränderungen konfrontiert wird. Hier zeigt sich wieder Strauss’ hohe Begabung, was Naturschilderung, die Zeichnung von Genreszenen und die musikalische Umsetzung menschlicher Charaktere angeht. So anschaulich, wie der Dichter Tennyson die Stationen der Fabel beschreibt – Wellen, die von der Küste gebrochen werden, die drei Kinder im Haselholz, Enoch Arden unter den Palmen einer Südsee-Insel, die gemütliche Szene einer Familie am Feuer –, so anschaulich (und spätromantisch anrührend) skizziert der Tonsetzer Strauss ebendiese Stationen mit Klängen, Akkorden und Melodien.

Am Klavier Robert Pobitschka, den Konzertreisen bereits in alle wichtigen Konzerthäuser der Welt geführt haben. Er hat sich auch mit seinen Kompositionen zu wichtigen Themen, wie die stattfindende Vernichtung unseres Lebensraumes, einen Namen gemacht.


Pobitschka/Harriet

Samstag, 23. November: Duo-Abend Edua Zádory (Violine), Anastasiia Dombrovska (Klavier)



Zadory/Dombrovska

Zugaben:

Johannes Brahms:

Ungarischer Tanz Nr. 6

György Kurtág (*1926):

Tre Pezzi op. 14e, Nr. 3 “Aus der Ferne”

 

Ein faszinierndes Duo, das dementsprechend frenetische Beifallsstürme auslöste!

George Perlman (1897-2000):

Israeli Concertino a-moll

Jenö Hubay (1858-1937):

Scenes de la Csarda Op. 33 Nr. 5 “Hullámzó Balaton”

Joseph Achron (1886-1943):

Hebräisches Wiegenlied op. 35/2 (arr. Leopold Auer)

Johannes Brahms (1833-1897):

Ungarischer Tanz Nr. 17 fis-moll (arr. Fritz Kreisler)

Jenö Hubay:

Preghiera Op. 121 Nr. 1
Scenes de la Csárda Op. 83 “Piczi tubiczám“

Johanna Doderer (*1969)

Wutmarsch (2009)

Ernest Bloch (1880-1959)

Nigun / Improvisation (Baal Shem / Drei chassidische Stimmungen für Violine und Klavier

Maurice Ravel (1875-1937):

Deux melodies Hébraiques

Jenö Hubay:

Scenes de la Csárda Op. 32 Nr. 4 “Hejre Kati”

Franz Liszt (1811-1886):

Ungarische Rhapsodie Nr. 2 (arr. Lothar Windsperger)

 


Sonntag, 24. November: Liederabend Klemens Sander (Bariton), Uta Sander (Klavier)

Das Programm aus Klemens Sanders vor wenigen Monaten erschienener CD (Preiser Records) wurde, wenn das überhaupt geht, noch schöner dargeboten. Unser Mahagoni-Bösendorfer hatte wohl auch seinen Anteil daran, wie auch, dass der Abend in den Händen eines Ehepaars lag. Das Publikum reagierte mit größter Begeisterung.

Franz Schubert: Schwanengesang. Liederzyklus D 957 (1828)

Texte von
Ludwig Rellstab (1799–1860), Nr. 1-7;
Heinrich Heine (1797–1856), Nr. 8-13;
(1804-1875), Nr. 14 (Schuberts letztes Lied)

1. Liebesbotschaft
2. Kriegers Ahnung
3. Frühlingssehnsucht
4. Ständchen
5. Aufenthalt
6. In der Ferne
7. Abschied
8. Das Fischermädchen
9. Am Meer
10. Die Stadt
11. Der Doppelgänger
12. Ihr Bild
13. Der Atlas
14. Die Taubenpost (D 965a)


Sander

Zugaben:

Johann Gabriel Seidl:

aus op. 105:

Sehnsucht Nr. 4 D879

Am Fenster Nr. 3 D 878

Montag, 25. November: Liederabend Romana Amerling (Sopran) und Christoph Traxler (Klavier)

Traxler/Amerling

Zugabe:

Erich W. Korngold (1897-1957):

aus 5 Lieder op.38, Nr.1 Glückwunsch (Text Richard Fedor Leopold Dehmel)

Eine großartige Sängerin stellte sich vor: Blühender Sopran, unglaubliche Ausdruckskraft - alles makellos. Und dazu Christoph Taxler, der sich als idealer Begleiter erwies.

Nicht enden wollender Beifall! Für weitere Aufgabe bei uns schon vorgemerkt!

Franz Schubert (1797-1828):

Seligkeit D 433 (Hölty)
Heidenröslein Op. 3/3 D 257 (Goethe)
Die Forelle D 550 (Schubart)

Robert Schumann (1810-1856)

Er ist’s Op. 79/23 (Mörike)
Lied der Suleika Op. 25/9 (Goethe)
Die Stille Op. 39/4 (Eichendorff)

Johannes Brahms (1833-1897)

Bei dir sind meine Gedanken Op. 95/2 (aus „Sieben Lieder“)
Die Sonne scheint nicht mehr WoO 33/5 (aus “D. Volkslieder”)
Da unten im Tale WoO 33/6 (aus “Deutsche Volkslieder”)
Wiegenlied WoO 31/11 (aus “ Volks-Kinderlieder”)

Hugo Wolf (1860-1903)

aus „Italienisches Liederbuch“ (Heyse)
Mein Liebster singt
Wie lange schon
Ich hab in Penna einen Liebsten wohnen


Gabriel Fauré (1845-1924)

Mandoline Op. 58/11 (aus Cinq mélodies "De Venise"; Verlaine)
Claire de lune Op. 46/2 (Paul Verlaine)
Après un Reve Op. 7/1

Richard Strauss (1864-1949)

Schlechtes Wetter Op. 69/5 (Heine)
Die Nacht Op. 10/3 (von Gilm)
Schlagende Herzen Op. 29/2 (Bierbaum)
Meinem Kinde Op. 37/3 (Falke)
Morgen Op. 27 (Mackay)

Edvard Grieg (1843-1907)

Die verschwiegene Nachtigall Op. 48/4 (W.v.d.Vogelweide; Simrock)
Ein Traum Op. 48/6 (von Bodenstedt)

 

Mittwoch, 27. November: Duo-Abend Matthias Bartolomey (Cello) und Clemens Zeilinger (Klavier)

Wieder ein einzigartiges Konzert - Matthias Bartolomey auf seinem Löwenkopf-Cello von David Tecchler (1666–1748) und Clemens Zeilinger auf unserem Bösendorfer-Flügel aus 1908 wussten perfekt mit ihren Instrumenten umzugehen, vor allem aber, das Publikum mitzureissen.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate für Violoncello und Klavier Nr.3, op. 69 A-Dur

Astor Piazzolla (1921-1992)

Le Grande Tango für Violoncello und Klavier

Dmitri Schostakovich (1906-1975)

Sonate für Violoncello und Klavier op.40, d-moll

Johannes Berauer (*1979)

Passacaglia für Cello und Klavier

Zugabe: Anton Webern (1883-1945): Two Pieces for Cello and Piano (1899)


Zeilinger / Bartolomey

Anmerkung: das Foto wurde von der Camera durch eine zufällige Einstellung künstlerisch verfremdet.

Donnerstag, 28. November: Trio Frühstück

Trio Frühstück / Eröd

Zugabe: Joseph Haydn:

aus dem Trio in G-Dur, HV XV/41, dritter Satz Adagio

Das Gerüst im Hintergrund (rechtes Bild!) störte bei der Qualität des von den jungen Musikerinnen Gebotenen in keiner Weise! Ein vom zahlreichen Publikum begeistert akklamierter Abend, der auch durch die Anwesenheit von zwei dem Trio sehr verbundenen Persönlichkeiten ausgezeichnet wurde: Ivan Eröd (in beiden Bildern zu sehen) und Claus Christian Schuster (im rechten Bild mit Ivan Eröd in der Bildmitte), der das Trio jahrelang künstlerisch betreute.

Maria Sawerthal (Violine), Sophie Abraham (Cello) und Clara Frühstück (Klavier) genossen sichtlich das auch für ein Meisterwerk des 20. Jahrhunderts taugliche Ambiente des barocken Salvator-Saals und die Farbigkeit des in Lehmans 2005 rekonstruierter "Bachstimmung" gestimmten Bösendorfer.

 

Joseph Haydn (1732-1809)

Trio Nr. 26 in c-moll Hob XV/13

Ivan Eröd (*1936)

Trio Nr. 1 für Klavier, Violine und Violoncello

Anmerkung:
YouTube-Mitschnitte der Sätze 1, 2 und 3!

Johannes Brahms (1832-1897)

Trio Nr. 1 H-Dur op. 8 (Endfassung 1891)

Publikum - Einmarsch