2010

Freitag, 22. Jänner 2010, Hammerflügelabend Walter Riemer im Salvator-Saal

... musste leider im letzten Moment abgesagt werden, weil es wegen des Wintereinbruchs nicht möglich war, den Hammerflügel rechtzeitig und ohne Risiko zu transportieren.

Der Abend mit einem reinen Bach-Programm wird später einmal nachgeholt:

Französische Suite Nr. 1 in d-moll
Englische Suite Nr. 3 in g-moll
Partita Nr. 6 in e-moll

Bitte verzeihen Sie diesen etwas ungewöhnlichen Konzertbericht!

RampeSchnee

Shetler playing

Die folgenden sechs Konzerte waren zu unserem
Mahagoni-Frühjahrs-Zyklus (23.2. - 11.3.2010) gehörig.

Unseren Mahagoni-Zyklus nennen wir so, weil unser 100 Jahre alter Bösendorfer-Konzertflügel (Mahagoni-furniert) im Zentrum steht. Dieser hervorragend restaurierte und noch zusätzlich mit Tonhaltung erweiterte Flügel, 220 cm lang, wurde noch unter Ludwig Bösendorfer im Jahre 1908 gebaut, und das merkt man ihm auch an. Er hatte schon damals eine hervorragende englische Mechanik der Firma Schwander; die Hammerköpfe sind jetzt jene der Firma Renner, wie sie auch im Bösendorfer Modell 225 verwendet werden, der in Niederfellabrunn steht. Ludwig Bösendorfer hat jedes fertige Instrument höchstpersönlich inspiziert.

Den ersten Mahagoni-Zyklus gab es 2009; das Eröffnungskonzert hat Norman Shetler (siehe linkes Bild) gespielt. Der Erfolg, insbesondere auch bei unseren Künstlern, war so groß, dass wir 2010 drei solche Zyklen ausrichten. Die Transportkosten des Flügels teilen sich so auf sechs Konzerte auf.

Dazu kommt das einzigartige Ambiente des Salvator-Saals im ehemaligen Barnabiten-Kloster (Mariahilfer Kirche). Auch die Akustik dieses Barocksaals ist (einigermaßen volle Besetzung vorausgesetzt) hervorragend. Norman Shetler hat im Vorjahr noch die Idee einer beleuchtungstechnischen Gestaltung beigesteuert, die wir seitdem immer verwenden.


Salvator-Saal

23. Februar: Duo-Abend Anna Magdalena Kokits / Alexander Gebert

Das perfekt harmonierende Duo sorgte (wie gewohnt) für intensive musikalische Erlebnisse und wurde (wie gewohnt) bejubelt.

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 4 in C-Dur, op. 102 Nr. 1

Sieben Variationen über das Thema "Bei Männern, welche Liebe fühlen" aus "Die Zauberflöte" WoO 46

Paul Hindemith (1895-1963)

Phantasiestück H-Dur op. 8/2

Leos Janácek (1854-1928)

Pohádka (Märchen) (1910)

Bohuslav Martinu (1890-1959)

Sonate für Cello und Klavier Nr. 1, H 277

Gebert / Kokits

Zugabe:

Robert Fuchs: Phantasiestück Nr. 2

25. Februar 2010: Liederabend zum Hugo Wolf-Jahr: Eva Maria Riedl (Mezzosopran), Horst Lamnek (Bassbariton), Dieter Paier (Klavier)


Publikum

Hugo Wolfs "Italienisches Liederbuch"

sorgte dank perfekten und ausdrucksstarken Gesangs- und Klavierleistungen für Begeisterung im zahlreich erschienenen Publikum, dessen Bravoruf-Beiträge mit einer Wiederholung zweier Lieder aus dem Liederzyklus belohnt wurden.

Dass die beiden nicht nur begnadete Liedinterpreten, sondern auch Opernsänger sind, war an der meisterhaften Dramaturgie und deren darstellerischer Umsetzung deutlich erkennbar.


Paier / Riedl / Lamnek

Dienstag, 2. März 2010: Flötenabend Noemi Györi, Gergely Madaras und Nora Füzi am Klavier


Ungarisches Trio

 

Drei junge Ungarn, Meister(innen) einer kultivierten und hochmusikalischen Musizierweise, brachten ein buntes, außerhalb von Flötenkreisen eher wenig bekanntes Programm, das bei den diesmal leider nicht sehr zahlreich erschienenen Besuchern wahre Begeisterungsstürme auslöste.

Mozart:

Zauberflöte (für zwei Flöten)

Jules Mouquet:

La flûte de Pan op.15 (dreisätzige, berühmte Flötensonate)

Frédéric Chopin:

Scherzo cis-moll op.39 (Klavier solo)

Georges Bizet-François Borne:

Fantaisie brillante sur Carmen (für Flöte und Klavier)

Franz und Karl Doppler:

Rigoletto-Fantasie op.38 (für zwei Flöten und Klavier)

6. März 2010: Liederabend Eva Hinterreithner (Mezzosopran), Walter Riemer (Klavier)

Ein perfekter Saal, ein perfektes Klavier, zwei ausdrucksstarke Liedpartner, ein begeisterungsfähiges und auch begeistertes Publikum, das speziell nach der letzten Zugabe kaum die Ovationen beenden wollte, sorgten für den größten Erfolg, den wir je im Salvator-Saal erlebt haben.

Das Konzert stand im Zeichen der drei Lied-Jahresregenten, zu denen sich als Zugabe noch Chopin (geboren vor 200 Jahren) gesellen durfte.

Gustav Mahler

Hans und Grete (Volkslied)

Blicke mir nicht in die Lieder (Rückert)

Aus Des Knaben Wunderhorn

Ablösung im Sommer

Selbstgefühl

Um schlimme Kinder artig zu machen (Es kam ein Herr zum Schlösseli)

Rheinlegendchen

Wer hat dies Liedlein erdacht?

Robert Schumann

Die Kartenlegerin (Chamisso) op. 31/2

Der arme Peter (Heine) op. 53

Die Löwenbraut (Chamisso) op. 31/1

Jasminenstrauch (Rückert) op. 27/4

Hugo Wolf

Alte Weisen (Gottfried Keller)

   Tretet ein, hoher Krieger
Singt mein Schatz wie ein Fink
Du milchjunger Knabe
Wandl' ich in dem Morgentau
Das Köhlerweib ist trunken
Wie glänzt der helle Mond

 



   Aus den Goethe-Liedern

Anakreons Grab

Frühling über’s Jahr

Frage nicht

Aus dem Spanischen Liederbuch, weltliche Lieder

In dem Schatten meiner Locken (Paul Heyse)

Sagt, seid Ihr es, feiner Herr (Paul Heyse)

Zugaben:

Chopin: Litauisches Lied
Schumann: Der Zeisig
Kurt Weill: Surabaya Johnnie

Dienstag, 9. März 2010: Duoabend Valya Dervenska (Violine) und Maria Walzer (Klavier)


Dervenska / Walzer

 

Die beiden bei uns immer wieder tätigen hochmusikalischen Musikerinnen brachten einige "Zuckerln" der einschlägigen Literatur. Der Abend war ein Muster an lebendigem, freiem Musizieren.

Mozart:

Sonate F-Dur KV 376)

Schubert:

Sonate a-moll D 385

Mozart:

Sonate e-moll KV 304

Schubert:

Sonate A-Dur D 574

Zugaben:

J. S. Bach:

Erster Satz Siciliano aus der Violinsonate Nr.4 BWV1017

Edward Elgar

Salut d‘amour

 

Donnerstag, 11. März 2010: Liederabend Daniel Johannsen (Tenor) und Walter Bass (Klavier)

Daniel Johannsen brachte ausschließlich Mörike-Lieder mit, von denen viele ernst, einige aber auch umwerfend komisch waren. Die großartige Textverständlichkeit dieses Sängers trug zum Genuss dieser tiefsinnigen Lieder ein Übriges bei. Unter den gefühlvollen Händen von Walter Bass zeigte sich auch unser Mahagoni-Flügel wieder von seiner besten Seite. Das Publikum war begeistert und forderte drei Zugaben (deren Texte in weiser Voraussicht schon im Programm standen!).

Hugo Wolf: Mörike-Lieder

Fußreise
Im Frühling
Jägerlied
An eine Äolsharfe
Der Gärtner
Heimweh
Auf einer Wanderung
Der Feuerreiter
In der Frühe
Denk es, o Seele!
An den Schlaf
Neue Liebe
Wo find’ ich Trost?
Gebet
Begegnung
Lied eines Verliebten
Frage und Antwort
An die Geliebte
Lebe wohl
Nimmersatte Liebe
Storchenbotschaft

Johannsen / Bass

  Zugaben:

Der Tambour
Er ist’s
Verborgenheit

Mittwoch, 7. April 2010: Klavierabend Natalia Rehling


Natalia Rehling

 

Nicht nur eine große pianistische Leistung war zu hören, nein: Das begeisterte Publikum machte Bekanntschaft mit einer großen Pianistin, die ihr Programm mit sichtlichem Vergnügen mit tiefer Aussage und überaus berührend präsentierte. Wir hoffen in Zukunft auf mehr von dieser überragenden Künstlerin!

Frederic Chopin

Walzer As-dur op. 42

Walzer cis-moll op. 64 Nr. 2

Scherzo cis-moll op.39

Etüde cis-moll op. 25 Nr. 7

Etüde F-dur op. 10 Nr. 8

Grande Polonaise As-dur op. 53

Johannes Brahms

Rhapsodie h-moll op. 79 Nr. 1

Rhapsodie g-moll op. 79 Nr. 2

25 Variationen und Fuge über ein Thema von G.F.Händel op.24

 

Freitag, 9. April 2010: Martin Hornstein Gedenkkonzert:

Matthias Bartolomey (Violoncello), Ana Dimova (Klavier)

Am Morgen des 28.Oktober 2009 wurde der Cellist Martin Hornstein in seiner Wohnung tot aufgefunden. Unsere Fassungslosigkeit bleibt: Die Musikwelt hat einen der ganz wenigen, ganz besonderen Musiker verloren.
Eine Ausnahmeerscheinung, was Talent, Ernsthaftigkeit, Leidenschaftlichkeit betrifft. Kaum ein anderer durchdrang die Musik so wie er, kaum ein zweiter kam ihr so nahe, drang so weit, so tief zu ihr vor.

Martin Hornstein war für uns ein Musiker der ersten Stunde; die Konzerte im Schloss Niederfellabrunn begannen 1988 mit einer improvisierten Halbsaison - bereits 1989 war Martin Hornstein mit dem von ihm mitbegründeten Wiener Schubert Trio mit zwei Abenden dabei, an denen sämtliche Klaviertrios von Mozart gespielt wurden.

Martin blieb uns bis zuletzt treu und spielte weit über zwanzig Konzerte für uns, auch einige Male im Salvator-Saal (zum Beispiel Bach-Solosuiten mit dem Lyriker Semier Insayif am 19. Februar 2006 und Bach-Gambensonaten mit Janna Polyzoides an unserem Hammerflügel am 23. Mai 2008).

Für den 9. März 2010 war sein Mitwirken in unserem Frühjahrs-Mahagonizyklus im Salvator-Saal vorgesehen. Er und seine Klavierpartnerin Ana Dimova hatten bereits konkrete Vorstellungen, welches Programm sie spielen würden und freuten sich sehr auf dieses Konzert - es sollte nicht mehr dazu kommen.

György Ligeti (1923-2006)

Sonate für Violoncello solo

Ludwig van Beethoven:

Sonate No.3 in A-Dur, op.69

Johannes Brahms:

Sonate für Violoncello und Klavier e-moll op. 38

Hornstein Gedenkkonzert

Zugabe:

Sergej Rachmaninow: Vokalise

Samstag, 10. April 2010: Eröffnungskonzert im Schloss Niederfellabrunn: Trio Tango


Trio Tango

 

Das TRIO TANGO mit Ursula Fiedler - Violine, Thomas Kristen - Violoncello und Christian Heitler - Klavier entzückte wieder wie schon drei Jahre vorher das Publikum im überfüllten Saal mit leidenschaftlicher, perfekt vermittelter Musik.

Astor Piazzolla

Meditango
Adios Nonino
Coral,Escualo
Invierno Porteno
Otono Porteno
Tristezas de un Doble A
Undertango
Michelangelo 70
Libertango
Milonga en Re
Regreso al Amor / Vuelvo al Sur
Verano Porteno


Zugabe:
Oblivion

 

Montag, 12. April 2010: Liederabend Klemens Sander (Bariton), Elena Larina (Klavier)

Ein dem Jahresregenten Robert Schumann (geboren vor 200 Jahren) gewidmeter Liederabend sorgte für Begeisterung, die auch mit drei Zugaben belohnt wurde. Die beiden erwiesen sich neuerlich als kompetente Interpreten, denen vielleicht auch der wunderschöne Salvator-Saal und das hervorragende Klavier zu einer Höchstleistung verhalf.

Robert Schumann (1810 - 1856 )

Der arme Peter op. 53

Liederkreis op.39

Dichterliebe op.48

 

Zugaben:

Du bist wie eine Blume op.25/24

Widmung op.25/1

Stille Tränen op.35/10

 

Der Liederzyklus op. 48, Dichterliebe wurde einschließlich jener vier Lieder gesungen, welche in der Erstausgabe nicht enthalten, wohl aber von Schumann vorgesehen waren.

Elena Larina, Klemens Sander

 

Mittwoch, 14. April 2010: Klaviertrio D'Ante Vienna


Trio D'Ante

 

Das junge Trio (Donka Angatscheva - Klavier, Valya Dervenska - Violine, Teodora Miteva - Violoncello) blickt schon auf beachtliche Wettbewerbserfolge und internationale Konzerterfahrung zurück und bestätigte dies an diesem Abend eindrucksvoll. Die Zugaben wurden vom Publikum mit besonderer Begeisterung aufgenommen - Piazolla ist derzeit "in"!

J. Haydn

Klaviertrio Nr. 39 G-Dur, Hob XV:25 ("Zigeunertrio")

L.v.Beethoven

Klaviertrio c-moll op.1/3

J.Brahms

Klaviertrio C-Dur op.87


Zugaben:

Zwei Tangos von Piazzolla

 

 

Donnerstag, 15. April 2010: Klavierabend Anna Magdalena Kokits

Auch Anna Magdalena hat den Jahresregenten Robert Schumann (geboren vor 200 Jahren) in ihr Programm eingebaut, und wie! Es wird wohl kaum jemand dieses für den Spieler nicht weniger als für den Zuhörer extrem anspruchsvolle Werk so fulminant, aber gleichzeitig berührend, so abwechslungsreich und durchsichtig gehört haben. Das Klangerlebnis bei Bartók auf diesem wunderbaren Instrument aus dem Jahre 1908 mochte zu der Vorstellung verleiten, Bartók habe seine Tänze gerade für dieses Klavier (das ja aus seiner Zeit stammt) geschrieben.

Ovationen des Publikums erzwangen drei Zugaben (Préludes von Skriabin).

Johann Sebastian Bach

Italienisches Konzert BWV 971

Robert Schumann

Kreisleriana, op. 16

Béla Bartók

Zwei Rumänische Tänze op. 8a

 

Anna Magdalena Kokits

Freitag, 16. April 2010: Lieder- und Song-Abend zum Gedenken an Michael Jackson, Milena Georgieva (Sopran) und Joëlle Bouffa (Klavier)

Entry Liedduo Lied-Solo

Applaus

Dieser denkwürdige Liederabend bedarf einer etwas ausführlicheren Berichterstattung:

Von dem etwa neun Monate vorher verstorbenen "King Of Pop", Michael Jackson, inspiriert, gestalteten die beiden Künstlerinnen einen perfekt inszenierten Abend. Schon der Einzug in den noch verdunkelten Saal weckte Erwartungen. Bald wurde das Licht in einigen Stufen gesteigert und alles weitere lief ab, wie eben in einem Liederabend üblich. Die Auswahl der Lieder war faszinierend, die Interpretation großartig: Milena erwies sich wieder als großartige Sängerin wie auch Darstellerin. Gegen Ende verschmolz das Liedduo sogar zu einem Solo (Milena hatte vor dem Übergang zum Gesangsstudium auch Konzertfach Klavier studiert), allerdings mit fliegendem Wechsel zurück zum Duo gegen Ende des Lieds. Ausführende wie Publikum schienen gleichermaßen beglückt und es gab Ovationen ohne Ende, die mit zahlreichen Zugaben belohnt wurden, zum Schluss Heymanns "Das gibt's nur einmal" aus dem UFA-Film "Der Kongress tanzt". Ein von Michael Jackson selbst verfasstes und gesprochenes Gedicht wurde mit dem schwarzen Wiedergabe-Tower ganz links im nebenstehenden Bild abgespielt.

Einige Informationen wurden auf dieser Website belassen (in Form der Einladung für die Wiederholungskonzerte Ende Juni 2010). Hier finden Sie eine Video-Kurzfassung des Konzerts; sie sollte auch auf auf YouTube verfügbar sein, jedoch ist dies außerhalb unseres Einflussbereichs.

Das ausgedruckte Programm, das auch sämtliche Liedtexte enthielt, teilweise mit Übersetzungen, umfasste 24 Seiten und wurde (zum ersten Mal in unserer 23-jährigen Geschichte) nicht gratis angeboten, sondern verkauft. Sie können es hier herunterladen. Wenn Sie es zweiseitig ausdrucken, können Sie es mühelos falten und bequem lesen.

1. Mai 2010: Chorkonzert der "scuola dilettanti musicali" im Hof


Chor im Hof

Gar nicht dilettantisch im modernen Wortsinn wohl aber im klassischen Wortsinn *) präsentierte sich der Wiener Chor unter Günther Bosek. Zu hören waren Chorlieder von Felix Mendelssohn-Bartholdy (aus "Lieder im Freien zu singen, op. 41, 48, 59 und aus "Vier Lieder" op. 100).

Zwischen zwei Liedern kam jedes Mal ein Streichtrio zu Wort, welches "Printemps insidieux" von Auguste Sacripant (1940-1986) spielte (Katharina Czerny, Lucia Riccelli, Violinen; Lisi Paulovics, Cello).

Publikum und Chor waren gleichermaßen begeistert vom Gebotenen wie auch vom Ambiente (und vom Wetter!).

Dies war keine Veranstaltung von uns; wir stellten nur den Rahmen zur Verfügung.

 


Schlussapplaus

*) Ein Dilettant (ital. dilettare aus lat. delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen.

Dabei mag er durchaus vollendete Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben. Solange er aber die Tätigkeit nicht professionell ausübt, um also seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, oder eine entsprechende, anerkannte Ausbildung absolviert hat, gilt er als Dilettant. (Wikipedia)

 

 

Freitag, 7. Mai 2010: Orgel-Rezitationsabend Ulrike Wegele / Franz Froschauer

Bach-Plakat

Eine geschickte Auswahl der Texte, hervorragend vorgetragen, und eine eindrucksvolle Orgeldarbietung auf der äußerst wohlklingenden Orgel der Schönbrunner Schlosskappelle führte zu einem genussreichen Abend.

Johann Sebastian Bach

Da das Programm den Rahmen hier sprengen würde, wird es zum Download angeboten.

 

Wegele / Froschauer

Ulrike Wegele

Ulrike Wegele an der Rieger-Orgel der Schlosskapelle

Samstag, 8. Mai 2010: Gitarre-Abend Dietmar Kreš

Der österreichische Gitarrist aus Graz brachte mit Ganz und Stravinsky eine Fülle von eigenen Beabeitungen mit und begeisterte das Publikum mit seinem kompetenten und doch bescheidenen Spiel.

Domenico Scarlatti (1685-1757)

Sonate A-Dur, K. 322

Gaspar Sanz (1640-1710)

12 Stücke aus »Instrucción de música sobre la guitarra española…«

Seleccion de Tangos von

Domingo Santa-Cruz (1899 - 1987)

Union Civica

Pedro Laurenz (1902 - 1972)

Berretin

Astor Piazzolla (1921 - 1992)

Triunfal

Adios Nonino

W.A. Mozart (1756-1791)

Suite aus der Ballettmusik zu »Ascanio in Alba« , KV 111

Igor Stravinsky (1882-1971)

»Divertimento napoletano« aus »Pulcinella«

 


Dietmar Kres

Mittwoch, 19. Mai 2010: Studenten von Alexander Swete (Gitarre)

Drei Spitzenschüler von Alexander Swete (Musik-Uni Wien) spielten ein Spitzen-Konzert, das keine Wümsche offen ließ und Begeisterungsstürme auslöste. Wer wissen wollte, wie man Gitarre spielt, konnte dies an diesem Abend erfahren.


Gitarristen Swete

 

Giulio Regondi(1822-1872)

Introduction et Caprice op.23

Federico Moreno Torroba (1891-1982)

Sonatina A-Dur
Georg Stettinger

Leo Brouwer (*1939)

Canticum

Mario Castelnuovo Tedesco (1895-1968)

„El sueño de la razón produce monstruos“ aus 24 aprichos de Goya op.195

Manuel M. Ponce (1882-1948)

Sonatina Meridional
Marie Cendelinova

Joaquin Rodrigo (1901-1999)

Passacaglia

Alberto Ginastera (1916-1983)

Sonata op. 47
Michal Svoboda

Georges Bizet (1838 - 1875)

aus „Carmen-Suite“ (arr. für 3 Git.)
Stettinger-Cendelinova-Svoboda

Samstag, 5. Juni 2010: Klavierabend Natalia Zlobina

Johannes Brahms:

Klavierstücke op. 119

César Franck :

Präludium, Choral und Fuge H-Dur

Peter I. Tschaikowsky:

Aus dem Klavierzyklus "Jahreszeiten"

Januar, Februar, Mai, August

Sergei Taneyev:

Präludium und Fuge gis-moll

Frederic Chopin:

Ballade Nr. 4 f-moll op. 52

Zugaben:
Rachmaninoff: aus Fantasiestücke op. 3/2 "Melodie"
Brahms: nochmals op. 119/3

Die 26jährige Pianistin aus Salawat (Republik Baschkortostan, Russland), pendelt zwischen Moskau und Wien (wo sie ein postgraduales Studium an der Musik-Universität absolviert), ganz abgesehen von ihren vielen Konzerten in aller Welt, zu denen 2011 auch eines im Musikvereins-Zyklus "Tastenlauf" kommen wird. Sie erwies sich als technisch perfekte Pianistin, die vor allem aber auch durch ihr individuell gestaltetes, berührendes Spiel faszinierte und Begeisterungsstürme auslöste.

Natalia Zlobina

Sonntag, 20. Juni 2010: Eggner Trio

Eggner Trioe 2010

Christoph Eggner, Georg Eggner und Florian Eggner spielten trotz Jet-Lag (am Vortag erst zurück von einer Südamerika-Tournee) ein hinreißendes Konzert, welches ein begeistertes Publikum nach Hause entließ. Den enormen Erfolg in Argentinien konnte man in Niederfellabrunn sehr gut nachvollziehen. Dies war das zehnte Konzert des Trios in Niederfellabrunn.

Ludwig van Beethoven

Trio D-Dur op.70 Nr.1 (Geister Trio)

Antonin Dvorak

Klaviertrio No.1 B-Dur op.21 B.51

Johannes Brahms

Trio Nr.1 H-Dur op.8 (Fassung 1889)

Zugabe:

Schumann

Sechs Stücke in kanonischer Form Nr.4 op.56

Samstag, 26. Juni 2010 und Dienstag, 29. Juni 2010: Wiederholunge des Lieder- und Song-Abends zum Gedenken an Michael Jackson, Milena Georgieva (Sopran) und Joëlle Bouffa (Klavier)

Georgieva / Bouffa

Michael Jackson starb am 25. Juni 2010 - ein Jahr später wiederholten wir das Ereignis vom 16. April im gleichen Rahmen und bei gleicher Inszenierung im Salvator-Saal.

Das Publikum wurde Zeuge einer überzeugenden und perfekten Darbietung der beiden Künstlerinnen und belohnte dies mit kaum enden wollenden Beifall und Bravo-Chören, womit auch wie beim Erst-Event drei Zugaben "erzwungen" wurden.

Besonders positiv empfunden und ausdrücklich gelobt wurde auch die Lichtregie (auch Milenas Idee). Idee, Konzeption, Dramaturgie und Grundaussagen stammten von den Ausführenden, deren geschmackvolle und passende Auswahl von Liedern nicht genug gelobt werden kann. Und die Ausführung war über jedes Lob erhaben - Milena erwies sich als grandiose Liedsängerin, die ihr Publikum mitriss - ein lyrischer Sopran, der dennoch auch tiefste Leidenschaft vermitteln konnte, ohne jemals den Bereich der Klangschönheit zu verlassen. Joëlles Beitrag an dem hervorragenden 100-jährigen Bösendorfer-Konzertflügel stand dem nicht nach.

Einige Informationen wurden auf dieser Website belassen (in Form der Einladung für die Wiederholungskonzerte Ende Juni 2010). Hier finden Sie ein Video-Clip der Erstveranstaltung auf YouTube.

Das ausgedruckte Programm der Erstveranstaltung können Sie hier herunterladen. Wenn Sie es zweiseitig ausdrucken, können Sie es mühelos falten und bequem lesen.



Bouffa / Georgieva

Samstag, 4. September 2010: Goldberg-Variationen - Gesprächskonzert mit Streichtrio

Die Goldberg-Variationen gehören, neben der Kunst der Fuge, zu den mit besonderem Mythos behafteten Werken Johann Sebastian Bachs. Geschrieben für Cembalo mit zwei Manualen, wird es trotzdem überwiegend von Pianisten gespielt und aufgenommen (es gibt hunderte CDs!).

Prof. Reinhard Latzko (Cello-Lehrer an der Musik-Universität Wien) machte das zahlreich erschienene und sehr interessierte Publikum anhand einer völlig transparenten Fassung für Streich-Trio zu Experten für dieses komplexe Werk.

Nach dem Vortrag, in dem schon viele Variationen angespielt wurden, hörte man das Werk in seiner Gesamtheit.

Mitwirkend: Maria Sawerthal (Violine), Johannes Pennetzdorfer (Viola).

Dieses Konzert war wieder einmal eine der Sternstunden der Niederfellabrunner Konzerte.

Goldberg CD cover

Der Idealismus und der Enthusiasmus der Ausführenden, die dieses extrem schwierige Werk bravouriös bewältigten, kann nicht genug hervorgehoben werden.

Die Begeisterung des Publikums kam auch dadurch zum Ausdruck, dass es ein gutes Dutzend der mit diesem Abend eigentlich nicht in direktem Zusammenhang stehenden Hammerflügel-CD von Walter Riemer erwarb, wobei der Reinerlös den Ausführenden dieses Konzerts zugute kam.


Goldberg - Streichtrio

Samstag, 25. September 2010: Liederabend Yasushi Hirano (Bass)

Hirano

Zugaben:

Beethoven:

The kiss, dear maid, thy lip has left (aus: Irische Lieder) WoO 153 Nr. 9

Kosaku Yamada

Song of Matsushima

Yasushi Hirano (Bass), Sayuri Hirano (Klavier) und (bei den Spohr-Liedern) Tokio Takeuchi (Violine) sorgten für einen genussreichen Liederabend. Schon die recht selten gehörten italienischen Konzertarien von Schubert brachten spontanen Zwischenapplaus. Die edle Bass-Stimme sorgte so wie die einfühlsame, keinen Wunsch offen lassende Klavierbegleitung für einen großartigen Erfolg.

Franz Schubert:

Drei Gesänge op. 83, D 902

Carl Loewe:

Balladen

1. Erlkönig op.1 Nr. 3 (Johann Wolfgang von Goethe)

2. Heinrich der Vogler op.56 Nr. 1 (Joh.Nep.Vogl)

3. Tom der Reimer op. 135 (Theodor Fontana)

4. Odins Meeresritt op. 118 (Aloys Schreiber)

Louis Spohr:

Sechs Lieder für Bariton, Violine und Klavier op.154

Johannes Brahms:

Vier ernste Gesänge op. 121

Richard Strauss:

1. Ach, weh mir unglückhaftem Mann op. 21 Nr. 4 (Felix Dahn)

2. Ich trage meine Minne op. 32 Nr. 1 (Karl Henkell)

3. Die Nacht op. 10 Nr. 3 (Hermann von Gilm)

4. Heimliche Aufforderung op. 27 Nr. 3 (John Henry Mackay)

5. Zueignung op. 10 Nr. 1 (Hermann von Gilm)

Sonntag, 17. Oktober 2010: Klavierabend Anna Magdalena Kokits

Kokits

Im übervollen Saal sorgte Anna Magdalena Kokits wieder für ein unglaubliches Erlebnis, wobei unter all den Höhepunkten "Kreisleriana" noch besonders hervorzuheben ist.

Robert Schumann:

Kinderszenen op.15

Felix Mendelssohn-Bartholdy:

Variations sérieuses op.54

Frédéric Chopin:

Ballade Nr.4 f-moll op.52

Robert Schumann:

Kreisleriana op.16

Publikum

Freitag, 5. November 2010: Goldberg-Variationen - Gesprächskonzert Walter Riemer mit Hammerflügel

Schon der einführende Vortrag, der hinsichtlich des Quodlibet auf einer im Internet veröffentlichter Darstellung von Jörg Rainer Gedan beruhte, wurde begeistert aufgenommen.

Danach wurde das Werk auf dem Hammerflügel kompetent und musikalisch von Walter Riemer vorgetragen. Größtes Interesse herrschte nachher auch an dem überaus wohlklingenden Instrument, das in allen Details erklärt und halb "zerlegt" wurde. Auch auf die verwendete "Bach-Stimmung" von Bradley Lehmann wurde auch eingegangen.

Goldberg CD cover

Johann Sebastian Bach:

Goldberg-Variationen BWV 988: ARIA mit verschiedenen
Veränderungen für Cembalo mit zwei Manualen

Zugaben:

Dreistimmige Sinfonie f-moll, Nr. 9, BWV 795

Dreistimmige Sinfonie h-moll, Nr. 15, BWV 801

 

Nebenstehend Cover der Hammerflügel-CD von Walter Riemer


Goldberg - Präsentation

Montag, 15. November: Liederabend Alexander Kaimbacher

Der weltweit gefeierte Tenor lernte unseren Mahagoni-Flügel im Rahmen eines Benefizkonzerts im Februar 2010 kennen und war von dem Instrument so begeistert, dass er spontan anbot, einen Liederabend zu singen. Begleitet von seiner Frau Anna Sushon bot er eine vor allem stimmlich und darstellerisch begeisternde Interpretation von

Ernst Krenek

Reisebuch aus den österreichischen Alpen

 

Als Zugabe gab es noch Schuberts "Du holde Kunst"

Das Publikum war hingerissen.

Sushon / Kaimbacher

Dienstag, 16. November: Eva Hinterreithner (Mezzo) und Stephen Delaney (Klavier)

Hinterreithner / Delaney

Schubert:

Wie Ulfru fischt

Fischerweise

Die Forelle

Der Fischer

Debussy

Trois chansons de Bilitis (Pierre Louÿs)

Schumann

Mein Garten

Meine Rose

Rose, Meer und Sonne (Rückert) op. 37 Nr. 9

Beide zeigten sich in blendender Form - nach dem "seriösen" ersten Teil wurde das Programm immer origineller, ohne aber an Tiefsinnigkeit missen zu lassen. Das Publikum sparte nicht mit wohlverdienten Ovationen.

Alexander von Zemlinsky

Zwei Brettl-Lieder

Paul Dessau

5 Lieder nach Texten von Bertold Brecht

Hanns Eisler

Lustige Ecke (Brecht)

John Cage

A flower (Anmerkung: Lied ohne Text!)

Robert Stolz

Servus, du!

Kurt Weill

Der Abschiedsbrief

Alexander Steinbrecher

Ich bin so unmusikalisch

Zugabe:

Schumann

Oscar Strauss: Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?

Mittwoch, 17. November: Der Sonatenabend Kosuke Yoshikawa (Violine) mit Luca Monti (Klavier)

musste leider krankheitsbedingt im letzten Moment abgesagt werden. Er wird voraussichtlich im Mahagoni-Zyklus 2011 nachgeholt werden.

Montag, 22. November 2010: Sonatenabend Christoph Koncz (Violine), Aglaia Graf (Klavier)

Aglaia Graf - Christoph Koncz

Der junge Philharmoniker legte mit seiner kongenialen Partnerin am Klavier einen in jeder Hinsicht großartigen Konzertabend hin, in dem man kaum ein Werk gegenüber einem anderen hervorheben mochte: So musiziert man in Wien!

Wolfgang Amadeus Mozart:

Sonate A-dur, KV 526

Béla Bartók:

Rhapsodie Nr. 1 Sz 86 (1928)

Sergej Prokofjew:

Sonate Nr. 2 op. 94a

Zugabe: Prokfjew, Melodie

Graf - Koncz

Mittwoch, 24. November 2010: Sonatenabend Daniel Ottensamer (Klarinette), Christoph Traxler (Klavier)

Die beiden jungen Künstler legten einen perfekten Konzertabend hin, in dem einfach alles "stimmte". Dementsprechend begeistert reagierte das Publikum, ganz besonders nach dem "sauschweren", aber von Abwechslung und Humor geprägten Werk von Jean Françaix.

C.M.v.Weber (1786-1826):

Grand Duo Concertant op. 48

Francis Poulenc (1899-1963):

Sonate (1962)

J. Brahms (1833-1897):

Sonate Es-Dur op. 120 Nr. 2

J. Françaix (1912-1997):

Tema con Variazioni (1974)

Zugabe: Horowitz, Sonate, zweiter Satz

Ottensamer - Traxler

Der junge Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker musiziert mit Christoph Traxler.

Donnerstag, 25. November 2010: Liederabend Georg Lehner (Bariton), Walter Riemer (Klavier)

Robert Schumann (1810-1856):

Zwölf Lieder op. 35 (Kerner-Lieder)

Johannes Brahms (1833-1897):

Ständchen op. 106/1 (Text: Kugler)

Sonntag op. 47/3 (Text: Uhland)

Sapphische Ode op. 94 / 4 (Fünf Lieder) (1884) (Text: Schmidt)

Wehe, so willst Du mich wieder op. 35/5 (Text: Platen-Hallermünde)

Die Mainacht op. 43/2 (Vier Gesänge) (Text: Hölty)

Nachklang op. 59/4 (Text: Groth)

Wie bist du, meine Königin op. 32 (Neun Lieder und Gesänge) Nr. 9 (Text: Daumer)

Immer leiser wird mein Schlummer op. 105/2 (Fünf Lieder) (1886) (Text: Lingg)

In stiller Nacht WoO 33/20 (Text: Brahms)

Meine Liebe ist grün op. 63/5 (Neun Lieder und Gesänge) (1873) (Text: F. Schumann)


Georg Lehner

Die lyrischen Qualitäten in Georg Lehners Stimme kamen voll zur Geltung, aber auch in dramatischen Liedern fehlte es an nichts. Ein großer Erfolg für die beiden!

Freitag, 26. November: Klavierabend Hui Hui Weng



Hui Hui Weng

Die höchstbegabte junge Dame aus China wurde den Erwartungen mehr als gerecht; besonders die großartige Wiedergabe des Prüfsteins "Wanderer-Fantasie" war einzigartig.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):

Sonate c-moll KV 457

Johannes Brahms (1833-1897):

Vier Klavierstücke op.119

Isaac Albéniz (1860-1909):

aus “Iberia”:
Evocation
Triana

Franz Schubert (1797-1828):

Wanderer-Fantasie D 760

Zugabe (nach Noten):

Zugabe